Wie die Zeit vergeht
27. April 2009
Das Erstgespräch in Hannover liegt nun schon längere Zeit zurück. Wir hatten uns ja schon damals vorgenommen, 2008 keinen Versuch mehr zu machen, dnn uns steckte noch die erste Behandlung kräftig in den Knochen.
Und dann, als es endlich losgehen sollte, haben wir noch einmal einen sehr gründlichen Checkup durchführen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass bei meiner Liebsten die Schilddrüse nicht mehr so ganz richtig funktioniert.
Das war zwar schon alles in unserer alten Praxis untersucht worden, aber dass Antikörper gegen die Schilddrüse vorhanden waren, ist da wohl untergegangen. Außerdem fiel beim Ultraschall eine „Wand“ in der Gebärmutter auf, ebenfalls etwas, was vorher nicht bekannt war. Schon merkwürdig, als hätten die damals nicht richtig nachgesehen.
Also musste erst einmal eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen durchgeführt werden und die Gebärmutter wurde auch noch „gespiegelt“, also es wurde in einer kurzen Narkose hineingesehen. Der Verdacht einer Fehlbildung (klingt irgendwie nicht nett) hatte sich bestätigt, so dass wir erst einmal einen weiteren Termin für die Entfernung dieser „Wand“ in der Gebärmutter bekamen. Septumentfernung ist das, was nun ansteht.
Es muss zunächst die Regel abgewartet werden und dann bekommen wir kurzfristig einen Termin für diese Operation. Wir sind beide ziemlich aufgeregt. Und es ist fast so, als würden wir wieder von vorne beginnen und dabei dachten wir, wir wüssten schon alles. Aber unser Arzt hat uns erst mal eines besseren belehrt. Was kein schlechtes Gefühl ist, endlich geht man die Sache mal gründlich an.
Männer im Zeugungsstreik
23. August 2007
Das ist mir heute bei Web.de untergekommen: Ein Bericht über die Motive der Männer, keine Kinder zu bekommen oder den Wunsch lange Zeit zu verschieben. Oft so lange, dass die eigene Partnerin zu alt ist. Das setzt natürlich voraus, dass man eine Frau hat, die sich in einem ähnlichen Alter befindet wie man selbst und auch nicht vor hat, das zu ändern.
Ergebnisse des Befragung des BAT Freizeitforschungsinstituts zu diesem Thema bestätigt dies:
43 Prozent der Männer im Alter von 18 bis 39 Jahren sagen, dass ihnen Freizeit und Reisen wichtiger sind als Heirat und Familiengründung.
Doch warum wollen immer weniger Männer Vater werden? „Männer haben heute große Erwartungen an die eigene Biografie“, erklärt Oskar Holzberg, Diplompsychologe aus Hamburg. „Jeder will unbedingt das Beste aus seinem Leben machen.“ Kinder, so die Experten, wirken auf viele Männer wie eine Entwicklungsbremse.
Auch der finanzielle Aufwand spielt eine Rolle. „Die Familiengründung geht Hand in Hand mit finanzieller Verantwortung“, sagt Dinklage. So steht auf der einen Seite der Wunsch, dem Kind etwas bieten zu können, auf der anderen Seite aber auch die Gefahr lebenslang zahlen zu müssen. „Trennung und Scheidung sind ein Faktor, den viele Männer in ihre Überlegungen mit einbeziehen“, sagt Uta Meier-Gräwe, Professorin an der Universität Gießen.
Wenn ich zurückdenke, dann stimmt es, was in diesem Artikel steht: Eine eigene Motivation, endlich Kinder zu bekommen, hatte ich zunächst auch nicht. Ich musste erst auch überredet werden und zwar ziemlich massiv. Jetzt denke ich jedoch, dass es sich bei uns beiden die Waage hält.
Wie man das Erbgut von Spermien beurteilen kann
11. Juli 2007
Irgendwie hat ja bisher alles nicht geklappt und natürlich stellt sich die Frage, ob bei der ICSI auch die richtigen Spermien in die Eizelle gekommen sind. Gerade habe ich gelesen, dass eine simple Methode entwickelt wurde, um das schnell beurteilen zu können.
Das wäre ja schön, wenn man ohne eine echte genetische Untersuchung die richtigen Schwimmer finden würde
Vielleicht könnte man damit dann auch bei mir die richtigen herausfinden. Momentan haben wir nämlich ein wenig den Mut verloren, wenn ich ehrlich bin. Und wer weiß, woran es noch liegen könnte. Nun planen wir erst einmal unseren Urlaub, vielleicht tut das den Spermien auch ganz gut
Worum es in diesem Blog geht
24. Dezember 2006
…das dürfte anhand der Überschrift klar erkennbar sein. Seit drei Jahren versuche ich nun mit meiner Frau zusammen das zu tun, was man so leichthin als „Familie gründen“ bezeichnet. Jedoch sind wir beide nicht unbedingt ideale eltern, wenn man den Ärzten glauben mag. Schlechte Spermien fehlender Eisprung scheinen nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für eine Schwangerschaft zu sein.
Mehrere Hormonbehandlungen, Inseminationen blieben im wahrsten Sinne des Wortes fruchtlos und zu einer Reagenzglasbefruchtung können wir uns noch nicht entschließen und sind daher seit fast einem Jahr ohne eine richtige Behandlung. das macht es nicht einfacher.
Mehr über uns werde ich demnächst an dieser Stelle berichten. Vornehmlich soll dieses Blog aber dazu dienen, für mich/uns interessante Informationen aus dem Internet zusammenzutragen.
Sollte es etwas Neues über uns geben, dann werden wir dies hier auch mitteilen. Es ist Heiligabend und ich kann die Babies in den Krippen und die glänzenden Kinderaugen in der fernsehwerbung nicht mehr sehen. Zeit für ein Neues Jahr und mehr Glück.