wir gehen nun langsam in die Vorbereitung für die Behandlung. Geplant ist eine niedrige Dosierung der Hormone mit dem Ziel die Qualität der Eizellen zu verbessern, da beim ersten Versuch ja eine sogenannte Überstimulation aufgetreten war (Zysten, Wasser im Bauch, also ziemlich fies). Um die Eierstöcke ein wenig zu beruhigen im Vorfeld der Behandlung wird eine Antibabypille gegeben. Eigentlich nicht zu fassen. Da möchte man Kinder und die Frau nimmt dafür eine Pille zur Verhütung.

Der Arzt fand das auch etwas merkwürdig oder vielmehr erklärungsbedürftig. Die Pille soll eine gleichmäßige Eizellreifung bewirken und evtl. eine Überstimulation vermeiden helfen. Außerdem kann man damit den zeitlichen Ablauf der Behandlung besser planen. Im Januar soll es dann ernst werden. Nun ist meine Frau auf Kräutermischungen gestoßen, die die Fruchtbarkeit verbessern sollen:

Vor dem Eisprung

  • Rosmarin fördert die Follikelreifung, indem es die Tätigkeit der Keimdrüsen anregt
  • Beifuß entschlackt und fördert damit ebenfalls den Eisprung
  • Holunderblüten unterstützen das follikelstimulierende Hormon (FSH) in der Hirnanhangdrüse
  • Himbeerblätter und Salbei sind östrogenartig und fördern den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut

Nach dem Eisprung

Die zweite Zyklushälfte wird von der Funktion des Gelbkörpers (=Follikel nach dem Eisprung) bestimmt und folgende Kräuter sollen die Funktion des Gelbkörpers unterstützen:

  • Frauenmantel wirkt regulierend auf die Funktion des Gelbkörpers
  • Schafgarbe hat eine gelbkörperartige Wirkung und unterstütrzt die Einnistung
  • Brennessel entschlackt und fördert die Hormonfunktionen

Aus Natürliche Familienplanung

Man darf sich natürlich die Frage stellen, ob das sinnvoll ist: Die Hormone auf natürliche Weise zu beeinflussen, wenn man gleichzeitig die Pille nimmt. Eigentlich ziemlicher Quatsch, wenn man mich fragt. Aber mich fragt ja keiner und wenn ich es in Frage stelle, dann gibt es eine Ehekrise. Solange ich den Kram nicht selbst trinken muss. Mir reichen schon die Vitaminpillen, die ich jeden Tag schlucken soll und deren Wirkung sich mir auch nicht so recht ershließen. Dem Andrologielabor übrigens auch nicht, zumindet waren meine Spermien keinen Deut besser nach der Hormonkur.