Wir wechseln…
16. Juli 2008
Wir habe eine lange Pause machen müssen. Nervlich und finanziell bedingt.
Die erste und letzte Behandlung war ziemlich teuer, da auch viele Medikamente benötigt wurden. Nachdem der Hormonhaushalt erst komplett runtergeuliert wurde, dauerte es dann ewig, bis die Eierstöcke wieder auf Hormone reagierten und Eibläschen bilden konnten. Und dazu wurde dann ständig die Dosis erhöht mit dem Resultat, dass zu viele davon vorhanden waren.
Zumindest für unseren Geschmack. Denn auch wenn gesagt wurde, dass das doch alles ganz toll verlaufen sei und dadurch die Auswahl besser, haben wir uns natürlich schon gefragt, ob man soviel Eizellen benötigt, wenn man doch eigentlich nur ein Kind möchte. Ist ja normal auch nicht so, also bei einer natürlichen Schwangerschaft.
Und daraus ergab sich dann auch die nervliche und körperliche Belastung. Das volle Programm mit Überstimulation, Wasser im Bauch und so weiter. Ziemlich schrecklich.
Und in den Gesprächen, die der Behandlung folgten (ok, wir hatten etwas erhöhten Gesprächsbedarf), war irgendwie auch nicht zu erkennen, dass sich Zukunft daran etwas ändern würde. Wobei: Der eie Arzt sagte dies, der andere Jenes, noch so ein Kapitel für sich. Immer hat man jemand Neues vor sich sitzen und muss sein Geschichte aufs neue zum besten geben. Als ob´s keine Patientenkaten gäbe. NERV!
Und da wir in der Nähe noch Alternativen haben, werden wir die jetzt einmal checken. Das Geld haben wir fast zusammen, der Mut fehlt noch
Das Alter der Männer spielt doch eine Rolle
12. Juli 2008
Noch ist es kein Problem für mich … uns. Dieses log besteht schon das zweite Jahr und unser Kinderwunsch bereits länger. So langsam wollen wir das Geld und den Mut aufbringen für weitere Versuche. Denn folgendes konnte ich heute im Andrologie-Blog lesen: Schon ab dem 35. Lebensjahr kommt es zu einer deutlichen Reduktion der Erfolgsraten.
Das gilt jetzt nicht für die künstliche Befruchtung, sondern für Inseminationen, aber vermutlich ist es übertragbar:
Das Team von Stephanie Belloc hatte 21.239 sogenannte intrauterine Inseminationen analysiert, bei dem Spermien in die Gebärmutter der Frau gespritzt werden. Um die Befruchtungschancen zu erhöhen, wird das Sperma der Männer im Labor aufbereitet: Samenflüssigkeit und weniger gute Spermien werden abgetrennt.
„Unsere Daten beweisen erstmals, dass es einen starken Effekt des Alters der Männer bei der Erfolgsquote der intrauterinen Insemination gibt“, sagte Belloc. Fortpflanzungsexperten wissen schon länger, dass mit zunehmendem Alter der Männer die Zahl der Spermien und ihre Qualität sinken. Einen so unmittelbaren Zusammenhang von Alter und Fruchtbarkeit habe man bislang jedoch noch nicht nachgewiesen, betonten die Forscher. Belloc erklärte, besonders erstaunlich sei, dass Männer ab 35 Jahren das Risiko einer Fehlgeburt erhöhten.
Es ist an der Zeit, weiterzumachen, scheint mir.